Von der Fuge zum Erdbeermond
Schlag auf Schlag folgen sich in diesem Jahr die Vereinsaktivitäten. Nach Mitgliederversammlung und Kulturtag folgt bereits der Arbeitstag: Samstag, 21. Juni 2025, 9.00 Uhr im St. Martin. Arbeitshandschuhe von Vorteil.
Feierlich konnte eine Woche zuvor, am Samstag, 14. Juni 2025, das neue Besucherzentrum in Vättis eröffnet werden. Der Beitrag unseres Vereins, das Sonderheft Nr.4 („Fuga tektonika“) wurde wertschätzend verdankt. Wir durften in kurzen Worten die Besonderheiten des Heftes würdigen: Leseheft und Hörheft zugleich. Über die QR-Codes sind die im Calfeisental entstandenen Gedichte und Kompositionen akustisch zu geniessen. Die Entstehungsgeschichte wird in einem gelben Textstreifen – eine Analogie zur tektonischen Fuge – erläutert: Ausgangspunkt war eine Künstlerresidenz von Eva Batt (Komponistin) und Christiane Schwarze (Lyrikerin) in Vättis, auf Einladung des Vereins Skulpturenweg Vättis. Die Vättner Fotokünstlerin Corinna Fröhlich konnte die beiden Gäste zu weiteren Werken inspirieren.
Von der Bergwelt im Tamina- und Calfeisental liessen sich auch der Maler Hans Brühlmann (1878 – 1911) und das Künstlerpaar Rosmarie und Erhard Fappani inspirieren. Sie standen am gleichentags durchgeführten Kulturtag im Zentrum. Alt-Vereinspräsident Axel Zimmermann erläuterte auf dem Vättner Büel anhand der Station 4 das Gestaltungskonzept des HB-Wanderweges: Brühlmann-Bild steht Fröhlich-Fotografie gegenüber – eine Zeitenwende von mehr als hundert Jahren. Auf den Tafeln und über QR-Codes wird die Vättner Dorfgeschichte in Erinnerung gerufen. Die Römer siedelten einst nicht im heutigen Dorf, das Schwemmland war, sondern im Raum Gauis-Gams. Axel verstand es, in kompetenten und temperamentvollen Worten die Besonderheiten der Dorftopografie und der Dorfpopulation darzulegen. Noch heute wird in Sportaktivitäten gelegentlich die Gruppeneinteilung nach „Vorderbrüggler“ und „Hinterbrüggler“ vorgenommen.