Nach der Stärkung führte uns die Reise durch das wilde Tal nach Vals, wo wir beim Apéro auf dem Dorfplatz von Gemeinderätin für Kultur und Tourismus, Erika Furger, mit den Worten: willkommen bin ünsch z Vals, zwüschet leida ruucha Bäärga empfangen wurden. Sie überbrachte uns die Grüsse der Gemeinde. Während des Mittagessens im Hotel Alpina kamen wir in den Genuss von Dialektgeschichten, vorgetragen von Ursi Schmid-Rieder, Mitglied der Gandahus-Vereinigung.
Der Kulturtag wurde abgerundet durch eine interessante Dorfführung, anstelle des Besuchs des Gandahus-Museums, durch zwei kompetente Dorfführer. Vals wurde im 14. Jahrhundert vom Rheinwald aus besiedelt und blieb bis 1880 mit dem Rheinwald eng verbunden, da dort die notwendigen Einkäufe in mehrstündigen Fussmärschen getätigt wurden. Die Strasse ins romanischsprachige Lugnez wurde erst 1881 gebaut. Eine Besonderheit der Baukultur sind die vorgeschriebenen Giebeldächer, welche mit einheimischen Steinplatten bedeckt werden müssen. Wirtschaftlich hat sich Vals dermassen entwickelt, dass die etwa 1000 Einwohner zählende Gemeinde keine Abwanderung kennt. Die wirtschaftlichen Pfeiler sind der Tourismus, die Therme Vals, die Mineralquellen, das Kraftwerk Zerveila und der Wintersport.
Die gut gelaunte Reisegruppe verliess Vals verbunden mit einem grossen Dankeschön an Peter Loretz und seinen Mitwirkenden von der Gandahus-Vereinigung für den offerierten Kaffeehalt und die ebenfalls offerierte Dorfführung.